Nüchtern betrachtet

Danke, Blumenfrau aus Leipzig

Kultur | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

Wie bei halbwachem Durchblättern dieses Blattes nicht ganz leicht zu übersehen ist, war ich unlängst in Leipzig. Man kommt dort mit der Bahn oder dem Spielzeugflugzeug hin, und ich hatte Letzteres gewählt, weswegen ich mich bei der Zwischenlandung in Dresden fast angekotzt und mich beim Rückflug in München kurzfristig von meinem Gepäck getrennt habe, das allerdings dank der im Trolley befindlichen Weihnachtskarten unschwer als meines identifiziert werden konnte und sich mittlerweile wieder in Wien befindet. Leipzig ist Bücher- und Bachstadt, darüber hinaus aber auch noch Deutschlands heimliche Hauptstadt der Baulücke, außerdem ist sie voller milieugeschädigter Radfahrer und bunter Röhren, über die aus den Baulücken ständig was raus- und reingepumpt wird. Die Erdkruste ist in Leipzig ganz dünn, darunter kommt schon das Grundwasser, weswegen der Satz "Unter dem Pflaster liegt der Strand" hier auch nicht verstanden wird. In Leipzig hätte ein Künstler wie Peter Kogler kein


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