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Bierlokale

Stadtleben | aus FALTER 12/08 vom 19.03.2008

Die Biergastronomie ist - mit Verlaub - so ziemlich das ödeste Kapitel des heimischen Beislwesens: Seit dreißig Jahren kaum neue Konzepte, anspruchsloses Publikum, Portionsgröße und Glutamatmenge als entscheidende Kriterien. Ein paar Ausnahmen gibt's hier:

Grünspan, 16., Ottakringer Str. 266, Tel. 480 57 30, tägl. 9.30-0.30 Uhr, www.gruenspan.at

Man kann Mario Plachutta vieles vorwerfen, seinen Erfolg zum Beispiel. Dennoch: Das Lokal schaut gut aus, das Essen hat Anspruch, das Bier ist okay, der Garten riesig - Systemgastronomie mit menschlichem Antlitz.

Siebensternbräu 7., Siebensterng. 19, Tel. 523 86 97, tägl. 10-24 Uhr, www.7stern.at

Brauereilokalkitsch in Reinkultur, das Essen soso, aber: Die hausgebrauten Biere sind ein absoluter Wahnsinn. Großartig etwa das Rauchbier.

Schweizerhaus, 2., Prater 116, Tel. 728 01 52, tägl. 11-23 Uhr, www.schweizerhaus.at

Klar, ein Klischee. Aber man bleibt sich treu und macht das, was man am besten kann: Budweiser zapfen und Stelze braten.

Spillerner Gastwirtschaft 2104 Spillern, Stockerauer Str. 20, Tel. 02266/806 94, Mi-Sa 10-22, So 9-18 Uhr, www.harmer.at

Das innovativste Bierlokalkonzept der vergangenen Jahre: tolle Location, tolles Essen (jetzt leider nicht mehr M. Neunkirchner) und das beste Homebrew in Wiens Umgebung.

Wein - Jetzt kommen die roten 2006er, und wer immer davon überzeugt war, dass Rotwein in Österreich eher kein Leiberl hat, der wird heuer schweigen. Der Cabernet franc - grandiose Charaktersorte aus Bordeaux, bei uns meistens erdig und derb - ist die Spezialität von Alois Taferner aus Bruck/Leitha, und 2006 duftet er nach Brombeeren mit Roten Rüben, am Gaumen dann noch Bitterschokolade, Veilchen und Dörrzwetschken - geil!

Preis: u 9,90; Bew.: 4/5 (sehr gut), bei Spezerei, 2., Karmeliterplatz 2.


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