Vorwort

Die Farbe Lila

Vorwort | Thomas Wolkinger | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

In den Wochen vor Ostern hat die Deuteranomalopie der Steirischen Volkspartei, besser bekannt als Grünschwäche oder relative Rotsichtigkeit, durchaus bedenkliche Formen angenommen. Im "roten Würgegriff" liege das Land, es leide an "akutem Rotlauf". Und nein, nicht nur die eigenen Ostereier, sondern das ganze Land wollten die anderen, die Roten, einfärben, glaubt ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Rinner, der zurzeit aufrichtig bemüht ist, die eigene Sehschwäche durch Missetönen zu überdecken. Nun, man kann's auch gelassen betrachten. Man sieht halt, was man sieht. Und ist, was man ist. Und wenn man die Steirische ÖVP ist und lange auf eine Farbe abonniert war - in diesem Fall war das ja weniger die schwarze als die grüne, grün wie das Herz der steirischen Mark - und wenn man diese Farbe dann verliert, weil man nur mehr Zweiter im Land ist - also nicht mehr das Herz, sondern derzeit bestenfalls noch die Galle als Heimat zu beanspruchen wagt -, dann muss man sich eben auch farblich


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