Die Wand als Passion

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

KUNST In zwei Ausstellungen zeigt sich Giselbert Hoke als betagter, müder Krieger, der mit seinen 80 Jahren immer noch das Großformat in Angriff nimmt.

Schlagen Sie die Wände ab, Sie werden sie Ihr ganzes Leben lang nicht loswerden!" Die Wände blieben unbeschädigt, stehen heute restauriert im besten Licht und Giselbert Hoke, dem Herbert Boeckls väterlich gemeinter Ratschlag galt, blieb tatsächlich von seinen einst heroisch und gegen alle Nachkriegs-Kleingeistigkeit im Klagenfurter Hauptbahnhof gemalten Fresken ein Leben lang verfolgt. Die so genannten "Klagenfurter Bahnhofsfresken", die nach ihrer Enthüllung 1956 einen veritablen Kunstskandal auslösten, sind nicht nur nach wie vor der mit dem Künstler allererst verbundene Gedanke. Auch Hokes eigene Passion ist seither die Wand geblieben: Die Wand als Träger künstlerischen Kraftakts oder als frei in der Landschaft stehend gedachtes, architektonisches Urstatement. So hat er es seinen Studenten am von ihm aufgebauten und bis 1995


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