Dem Unding ein Zuchtbecken

Ulrich Tragatschnig | Kultur | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

KUNST Der portugiesische Installationskünstler Pedro Cabrita Reis hat dem Kunsthaus-Inneren einen wohl tiefsinnigen Kommentar einverleibt.

Wie man weiß, hat das Kunsthaus einen ganz schwierigen Raum zu bewältigen. Der Space 01, direkt unter den Nozzles, ist ja gar nicht sinnvoll zu nutzen außer als Ausgangssituation einfühlsamer Installationen. Egal ob die dann zärtlich oder kritisch mit ihrem Umfeld verfahren. Sol LeWitts einst barock aus- und einschwingende "Wall" gehört deshalb nach wie vor zum Gelungensten, was dort je zu sehen war. Und weil draußen schon leicht der Frühling in der Luft liegt, ist es jetzt wohl auch hoch an der Zeit, den Portugiesen Pedro Cabrita Reis das Unding bespielen zu lassen. Immerhin hat der documenta- und Biennale-Erprobte schon mehrmals gezeigt, dass er Innenräume in "True Gardens" verwandeln kann.

Im Kunsthaus nun "#6": Aus allerlei krudem Zeugs wie Neonröhren, Glasplatten, Holztrams und Stromkabeln hat er niedrige beleuchtete, oben gläsern geschlossene

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