Die Krise kommt

Vorwort | Markus Marterbauer | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

KOMMENTAR In der Weltwirtschaft braut sich Unangenehmes zusammen. Hierzulande droht mehr Arbeitslosigkeit.

In den USA herrscht Panik. Die fünftgrößte Investmentbank Bear Sterns kann nur durch eine mit öffentlichen Mitteln finanzierte Übernahme vor dem Konkurs bewahrt werden, Großbanken trauen sich die Wertlosigkeit der von ihnen gehaltenen Papiere nur dann bekannt zu geben, wenn sie gleichzeitig umfangreiche Kapitalzuschüsse asiatischer Staatsfonds verkünden können. Die Aktienkurse fallen auf breiter Front, immer mehr Hausbesitzer können ihre Kredite nicht mehr bedienen, die Zentralbank FED senkt in kurzen Abständen die Zinssätze. Der Wohnbau bricht ein, die Beschäftigung geht zurück und das Wachstum der Konsumnachfrage der privaten Haushalte schwächt sich merklich ab. Wie lange und tief die Rezession ausfällt, lässt sich derzeit kaum sagen.

Mitten in der Krise ertönt nun der Ruf nach dem Staat. Pikanterweise von jenen, die bislang der Privatisierung und Deregulierung das


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