Klein, aber gemein

Politik | Peter Warta | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

ANALYSE Steuersünder aus der ganzen Welt haben Depots in Liechtenstein. Wie wird ein Land überhaupt zum Steuerparadies?

Jetzt auch bei uns: Auf den vier DVDs mit Daten aus Liechtenstein finden sich 150 Personen mit Wohnsitz in Österreich (siehe Kasten). Es handelt sich um einen Glücksgriff für die deutschen Ermittler. Ohne die gestohlenen DVDs hätten sie im Fürstentum keine Chance gehabt.

Wer möglichst risikolos gesetzwidrig Steuern sparen möchte, kann sein Geld in Ländern wie den Fürstentümern Liechtenstein und Monaco oder Singapur verstecken. Diese Staaten wiederum profitieren von den Steuersparern aus dem Ausland. Doch wie wird ein Land überhaupt zur Steueroase?

Die wichtigste Voraussetzung ist, ein möglichst kleiner, am besten winziger Staat zu sein. Nehmen wir ein fiktives Beispiel: In der Noch-nicht-Steueroase Ministan leben 10.000 Menschen, in der Steuerwüste Magnustan hingegen hundert Millionen. Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Kopf sei der Einfachheit halber


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