Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

"Dirk Stermann und Christoph Grissemann hocken in der biederen Deko einer eingestellten Pensionistensendung und haben eine Heidenangst., Ich seh schon, wie die Kritiker dasitzen und warten', sagt Stermann,, und denken: Grissemann ist schlecht.' Achtung, Selbstironie! Doch die sechzig Minuten danach beweisen: Es gibt Anlass zur Furcht." So beschrieb ich die erste Sendung von "Willkommen Österreich" (ORF 1, Do., 22.40 Uhr) - und ich hatte Recht. Anfangs funktionierte das Live-Format des "Sendung ohne Namen"-Erfinders David Schalko überhaupt nicht. Auch wenn die Idee, eine Show über Angst zu machen, nicht übel war. Doch irgendwie fanden die Radioprofis Stermann und Grissemann zu jener Form, die ihre Sendung mittlerweile zum interessanten TV-Termin macht: Sie gestalten jetzt einfach ihre persönliche Late-Night-Show. Eingespielt, selbstironisch, gemein und gut vorbereitet (Stermann macht zwischendurch sogar auf seriöser Interviewer) empfangen sie die meist witzigen Gäste, die nicht auf jeder Talkshowcouch sitzen. In guten Momenten hat das fast Harald-Schmidt-Niveau. Respekt.


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