Kommentar

Wien Museum: fünf Jahre gute Arbeit

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

Stellen wir uns vor, das Wien Museum am Karlsplatz gäbe es nur als Postkarte. Und stellen wir uns weiters vor, Wolfgang Kos würde diese Postkarte auf dem Flohmarkt entdecken. Er würde sie sicher kaufen und später einmal als Exponat für eine Ausstellung verwenden, ist das Haus des Architekten Oswald Haerdtl doch ein typischer Ausdruck für die moderat-moderne Gesinnung der Nachkriegszeit. Kos hat nun freilich das Problem, tatsächlich in diesem mäßig großzügig dimensionierten Gebäude einen Museumsbetrieb am Laufen halten zu müssen. Zu Recht fordert er nun von der Stadt, die Erweiterung des Stammhauses für eine Neupräsentation der Sammlung zu finanzieren (siehe auch Interview auf Seite 22).

Wobei "fordern" eigentlich der falsche Ausdruck ist: Kos' zurückhaltendes Auftreten ist ein gutes Beispiel dafür, wie entspannt Museumsmanager agieren können, wenn sie von der öffentlichen Hand mit ausreichend Geldmitteln ausgestattet werden. Das Museum bekommt beispielsweise um ein Drittel


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