Romantiker der Avantgarde

Kultur | Martina Kudlácek | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

FILM Der aus Litauen stammende und in die USA ausgewanderte Filmpionier Jonas Mekas erhält das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst. Eine Würdigung.

Jonas Mekas gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des amerikanischen Underground- und Avantgardefilms. Der in New York lebende Mitbegründer und Direktor der Anthology Film Archives gilt als Hebamme des New American Cinema. Sein Lebenswerk beruht auf dem festen Glauben an ein unabhängiges, radikal persönliches Kino. Einige bekannte Filme aus seinem großen Ruvre: "Walden - Diaries, Notes and Sketches" (1969), "Lost, Lost, Lost" (1976), "Reminiscences of a Journey to Lithuania" (1971) und "Scenes from the Life of Andy Warhol" (1990).

Anlässlich seines bevorstehenden Wienbesuchs schickt mir der heute 85-jährige Künstler als Antwort auf viele Fragen ein Haiku: "I wish i was a horse / to feel oats crunch / between my teeth" ("Ich wünschte, ich wäre ein Pferd, um den Hafer zwischen meinen Zähnen zu spüren").


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