Tanz den Apocalypso!

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

MUSIK REM spielen sich mit "Accelerate" von der Müdigkeit der mittleren Jahre frei und klinken sich wieder in die Gegenwart ein. Der Weltuntergang kann kommen!

Man weiß nicht, ist es die Folge von Wut, Verzweiflung oder auch nur Langeweile, aber REM sind aus ihrer halb komatösen Lähmung erwacht. Wir erinnern uns: Als Schlagzeuger Bill Berry 1997 die Gruppe verließ, wurde aus der US-Band aus Athens "ein dreibeiniger Hund", wie es Sänger Michael Stipe damals formulierte. Die Chemie veränderte sich, auf ihren Alben (zuletzt: "Around the Sun") klangen REM trotz einzelner gelungener Songs gedämpft und müde. "Wir haben kaum noch miteinander gesprochen, das schlug sich auch in der Musik nieder", erklärt Stipe rückblickend.

Auf ihrem aktuellen Album "Accelerate" überraschen Stipe, Gitarrist Peter Buck und Bassist Mike Mills mit einer neuen "Scheiß drauf, lasst uns einfach spielen"-Einstellung. Vor allem Buck macht Lärm, wie man ihn von ihm seit den Achtzigerjahren nicht mehr gehört


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