"Wir sind der Frosch"

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

LITERATUR Elliot Perlmans Monumentalroman "Sieben Seiten der Wahrheit" ist ein Ziegel gegen den Zeitgeist. Eine Begegnung mit dem australischen Autor und Juristen, der gesteht, eine "Botschaft" zu haben.

Es ist schwer, sich Elliot Perlman bei einem Wortgefecht im Gerichtssaal vorzustellen. Er spricht sehr leise und langsam - allerdings auch präzise. Wenn ihm eine Aussage nicht treffend erscheint, beginnt er den Satz neu. Perlman ist studierter Rechtswissenschaftler und hat in seiner australischen Heimat als Anwalt gearbeitet, ehe er auf die Literatur umsattelte und nun seit fünf Jahren als freier Schriftsteller lebt. Er setzt die reiche Tradition schreibender Juristen bzw. juristisch geschulter Autoren fort, die von Michel de Montaigne über Goethe, Grillparzer und Kafka bis zu Louis Begley oder, hierzulande, Peter Rosei reicht.

Wie die Kollegen hat natürlich auch der 44-Jährige aus Melbourne schon vorher geschrieben. "Die Literatur kam zuerst, und sie ist bis heute meine größere Leidenschaft",


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