Ein Herz für Spinner

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

THEATER Philipp Löhle schreibt Stücke, in denen Sonderlinge zu Helden werden. Seine neue Tragikomödie "Die Kaperer" läuft jetzt am Schauspielhaus.

Und nun zum Wetter: Das Stück spielt im "heißesten, trockensten und schließlich regenreichsten April seit Beginn der Wetterbeobachtung". Der meteorologische Hinweis ist wichtig: Mörchen, der Held des Stücks, hat nämlich ein hochwassersicheres Haus erfunden, mit dem er das Geschäft seines Lebens machen will. Gerade hat er mit Frau und Kind den am Ufer eines Flusses errichteten Prototypen bezogen. Um die Welt von seiner Erfindung zu überzeugen, fehlt jetzt nur noch eine Flutkatastrophe. Aber es will und will nicht regnen. "Ich brauche keine Hilfe", sagt Mörchen. "Ich brauche Hochwasser."

"Die Kaperer oder Reiß nieder das Haus und erbaue ein Schiff" ist das jüngste Stück des dreißigjährigen deutschen Dramatikers Philipp Löhle, der noch vor einem Jahr weitgehend unbekannt war. Für Aufsehen sorgte er erstmals im Mai des Vorjahres,


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