Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 13/08 vom 26.03.2008

Sex

U-Bahn-Busen Eine Albtraumgeschichte mit Happy End wurde mir zugetragen: Frau R. war geladen zu einem klassischen Inszenierungsessen von Freunden, die der Meinung sind, irgendwer würde fantastisch zusammenpassen. Tatsächlich, der Auserkorene glurrte immer wieder heftig errötend zu ihr herüber. Schnell soff sie ihn sich schön und zog mit ihm ab in die Hapfen. Nach einer durchaus erfolgreichen Nacht erkundigte sie sich bei ihm, was genau ihn denn so hat glurren lassen. "Du bist der U-Bahn-Busen", erwiderte er. Vor einem Jahr im Sommer sei ihm in der U6 aufgefallen, dass die Brust der Dame nebenan seitlich aus dem hochsommerlichen Kleid ragte. Er habe sich aber damals nichts zu sagen getraut. Als sie ausstieg, sah er ihr lange noch nach, ihr und der wippenden Brust. Seitdem habe er sich oft gefragt, wie es ihr wohl noch erging an jenem Tag, an dem er so feige war. Sie stutzte, weil sie sich an keinen Brust-Fauxpas erinnern konnte, haute ihm dann eine übern Schädel, zum Schluss gab's Versöhnungssex.

Heidi List

Fussball

Die Sprache des Fußballs (5) Englisch ist die Muttersprache des Fußballs. Und im fremdwörterverliebten Wien ("Trottoir"!) sind - anders als etwa in Deutschland - noch einige englische Fußballbegriffe gebräuchlich. Für Eckball sagt man hier noch "Corner", das Handspiel hört auch auf "Hands", ein Tor gilt auch als "Goal" (und der Tormann als "Goalie"), und wenn der Ball das Spielfeld verlässt, ist er "out". Einige englische Begriffe allerdings wurden auch bei uns weitgehend eingedeutscht. Nur noch selten sagt man "Penalty" statt Elfmeter, und der "Backstoß" ist überhaupt verschwunden. Es handelt sich hier um den interessanten Fall eines gemischtsprachigen Fußballworts: Der "Back" ist der Verteidiger - jener Spieler, der früher den Abstoß ausführte. Heute macht das meist der Goalie - wohl ein Grund dafür, dass der "Backstoß" ausgestorben ist.

Wolfgang Kralicek


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