Die Fürsten Ohneland

Politik | Gerlinde Pölsler | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

BUNDESLÄNDER Die steirische Landesregierung bietet zu ihrer Halbzeit ein bizarres Bild. Wer noch zuschaut, wundert sich nur mehr - und fragt sich: Wozu brauchen wir überhaupt noch Bundesländer? Über den österreichischen Folklore-Föderalismus als Kuriositätenkabinett und was sich daran bald ändern könnte.

Als Landeshauptmann Franz Voves vergangenen Mittwoch in der Orangerie im Burggarten seine Halbzeitbilanz der Landesregierung präsentierte, wärmten sich nur ein paar Steinwürfe entfernt bereits die ÖVP-Bösewichte vom Dienst für ihre Hohntirade auf den Regierungspartner auf. Der Tenor von SPÖ-Chef Voves: Die Stimmung zwischen Rot und Schwarz ist zwar miserabel, aber in der Sache geht einiges weiter. "Ein gellendes Pfeifkonzert für den Kapitän!", rief hingegen ÖVP-Klubchef Christopher Drexler gleich darauf in der Zentrale der Schwarzen am Karmeliterplatz. Und Landesgeschäftsführer Bernhard Rinner ätzte, Voves sei eine "Provinzausgabe" von Kanzler Alfred Gusenbauer: Beide


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige