"Bin quasi radikaler als die Polizei"


Gerlinde Pölsler
Politik | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

DEMONSTRANTEN Bürgermeister Nagl kritisiert Grazer Demonstranten und will Kundgebungen "im öffentlichen Interesse" einschränken. Damit reagiert er auf Kritik an der Grazer Polizei.

Erst war einem 14-Jährigen eine Anzeige ins Haus geflattert, weil er bei einer Kundgebung des BZÖ den "Stinkefinger" in Richtung Gerald Grosz erhoben hatte, nachdem dieser die Demonstranten als "kleinen Schmutz" bezeichnet hatte. Wenige Wochen später wurde derselbe Jugendliche angezeigt, weil er bei einer Spontandemo nicht den Gehsteig benutzt hatte. Das und weitere Vorwürfe brachten der Polizei in den letzten Wochen breite mediale Kritik bis hin zur Kronen Zeitung ein. Und einen offenen Brief an Stadtpolizeidirektor Helmut Westermayer, in dem es etwa heißt: "Wie kann von Seiten der Polizei der Verdacht entkräftet werden, dass die Polizei ihre Verfolgungsstrategie auf politische Sympathie aufbaut?" Unterzeichnet haben den Brief keineswegs nur linke Gruppierungen wie die Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer,

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