Eine musikalische Geschichte

Kultur | Herwig G. Höller | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

DIAGONALE SPECIAL I Eine Werkschau zum 100. Geburtstag des erfolgreichsten österreichischen Filmimmigranten der Sowjetunion.

Worin das "Österreichische" im Schaffen des sowjetischen Filmregisseurs Gerbert Rappaport bestehe? Wohl in seiner Musikalität, meint Sohn Aleksandr Rappaport im Gespräch: "Gerade auch deswegen engagierte ihn der österreichische Regisseur G.W. Pabst seinerzeit als Assistenten. Mein Vater spielte Klavier, schrieb Lieder und hatte bereits im Schulorchester Klarinette gespielt - diese Affinität zur Musik ist doch für Wiener typisch."

1908 in einer jüdischen Familie in Wien als Herbert Rappaport geboren, sammelte der Österreicher seine ersten filmischen Sporen als Regieassistent im Deutschland der späten Zwanzigerjahre. Es folgten filmische Arbeiten in Frankreich und in Hollywood, bis ihn schließlich das Leningrader Filmstudio Lenfilm Mitte der Dreißiger engagierte. 1936 übersiedelte er in die Sowjetunion. Als einer der letzten Regisseure im sowjetischen Film,


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