"Das ist ein schlimmes Phänomen"

Isolde Charim | Politik | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

INTERVIEW Bärtige Männer, verschleierte Frauen - was hat das mit dem ursprünglichen Islam zu tun? Nichts, findet der algerische Soziologe Fouad Khaled Allam.

Mit seiner kritischen These eines globalen "islamischen Einheitsdenkens" hat Fouad Khaled Allam auch im deutschsprachigen Raum große Resonanz gefunden. "Der Islam in einer globalen Welt", das Buch des algerischen Professors für Islamische Soziologie, der in Italien lehrt, wurde zum Bestseller.

Falter: In Wien fand jüngst ein Prozess gegen ein junges Islamistenpaar statt. Der Richter hat der jungen Frau verboten, verschleiert auszusagen. Was sagen Sie dazu?

Fouad Khaled Allam: War das ein Schleier, der das Gesicht ganz verdeckte?

Ja. Er hatte nur einen Schlitz für die Augen.

Wenn ich der Richter gewesen wäre, hätte ich den österreichischen Gesetzen entsprechend gehandelt - die ich nicht kenne. Ich denke aber, dass es dieselben sind wie jene der anderen europäischen Demokratien. Ein grundlegendes Prinzip der Demokratie ist die

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