Bei den Alphatieren

Medien | Ingrid Brodnig und Nina Horaczek | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

ORF Vor einem Jahr startete die "größte Reform aller Zeiten". Wer wissen will, wieso der ORF stärker mit sich kämpft als zuvor, muss das System Alexander Wrabetz verstehen.

Kurz vor dem Festtag kam das Packerl. Doch das Geschenk zum 1. Geburtstag war nicht das, was sich Generaldirektor Alexander Wrabetz wünschen durfte: Nach den neuesten Daten der Media-Analyse hat der ORF im Vorjahr über vier Prozent Reichweite verloren - das sind über 250.000 Zuseher.

Dabei herrschte im ORF vor einem Jahr noch Euphorie. Wrabetz war von einer Regenbogenkoalition aus SPÖ, Grünen, FPÖ und BZÖ zum Generaldirektor gewählt worden. Er versprach "die größte Programmreform in der Geschichte des Unternehmens". Die ORF-Redakteure sollten endlich vom politischen Druck befreit werden, der unter Wrabetz' Vorgängerin, der ÖVP-nahen Monika Lindner und ihrem Chefredakteur Werner Mück, herrschte. Doch auf den medialen Hype folgte ein Flop beim Publikum. So drastisch, dass binnen weniger Monate Sendungen


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