Kommentar

Literaturstadt Wien: voll der Hammer

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

"If Winter comes, can Spring be far behind?", beschloss Percy Bysshe Shelley hoffnungsfroh seine "Ode to the Westwind". In Wien blies der Wind zuletzt zwar aus Südwesten, aber den Frühling hat er - so wollen wir hoffen - nun doch gebracht. Der März ist vorbei, und auch dieses Jahr zog er ohne das so treffend Literatur im März geheißene Festival ins Land, das zum letzten Mal 2006 in der Kunsthalle Wien stattfand. Der kommune Literaturfreund mag fragen, warum ein so gut etabliertes Festival einigermaßen sang- und klanglos von der Bühne verschwindet und wer dafür verantwortlich ist. Beginnen wir, der Einfachheit halber, mit der zweiten Frage, die sich klar und bündig beantworten lässt: Die Verantwortung trägt - wie er selbst beherzt betont - Walter Famler, Generalsekretär der Alten Schmiede (der Verein mit dem Hammer), der die Veranstaltung bestreitet. Er tat dies zuletzt aus seinem Gesamtbudget, was auch der Grund dafür ist, dass das Literaturfestival in seiner gewohnten Form


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