Buch der Stunde

Spurensuche

Kultur | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

Der Titel des neuen Bandes von Martin Pollack, "Warum wurden die Stanislaws erschossen?", ist Programm, denn viele der "Momentaufnahmen", wie Pollack seine Reportagen im Vorwort nennt, werfen mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Obwohl "zufällig ausgewählt, willkürlich beinahe", geben die Texte aus einem Vierteljahrhundert ein Bild zweier Epochen, die noch keinen Abschluss gefunden haben: die eine, mit dem Fall der kommunistischen Regimes beginnend, dauert noch an; und die Zeit der Nazi-Schreckensherrschaft bleibt in den Köpfen der Menschen präsent.

Die Themen spannen sich, stets ausgehend von eigenen Erfahrungen, Reisen oder Eindrücken, von den Gräueln und Nachwehen des Nationalsozialismus in Österreich über Pollacks Studienaufenthalte in Warschau während der Sechziger- und Siebzigerjahre bis zu Recherchen in osteuropäischen Randregionen und -gruppen, aber auch zu österreichischen Minderheiten.

Den Beginn des Zusammenbruchs des Kommunismus datiert Pollack ganz subjektiv


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