Goldaug und Leguan

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

KUNST Peter Friedl ist einer der erfolgreichsten Künstler des Landes. Auf Österreich ist der Konzeptualist, der mit Farbstift, Video und Tieren arbeitet, aber so schlecht zu sprechen wie auf den Kunstbetrieb.

Seine Tierskulptur war die Ikone der letzten documenta. Er stellt in den großen Museen von Barcelona bis Mexico City aus und ist für den renommierten Amsterdamer Vincent Award nominiert. Nur in seiner Heimat läuft es für den Künstler Peter Friedl nicht so rund. "Ich habe es satt, dauernd der Neger der österreichischen Kunstszene zu sein", schimpft er en passant beim Gang durch seine jüngste Ausstellung in der Galerie Meyer Kainer. Der Kunstbetrieb besteht in Friedls Augen aus wenigen "Intelligenten" und vielen "schlichten Gemütern". Zu der Teilnahme an der documenta ließ er sich drei Mal bitten. Eine Einladung ins Mumok schlug der 48-jährige Oberösterreicher hingegen aus. "Er meinte, er wolle kein zu entdeckender österreichischer Künstler sein", wundert sich Kurator Rainer

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