Widi und die starken Männer

Stadtleben | Árpád Hagyó | aus FALTER 14/08 vom 02.04.2008

GESELLSCHAFT Lesben und Schwule bei der Polizei kämpfen gegen Klischees in den Köpfen und Diskriminierung im Alltag. Ewald Widi ist einer von ihnen.

Hast du eine Freundin?" Ewald Widi kennt das betretene Schweigen, wenn er auf die Frage eines Kollegen antwortet: "Nein, ich bin schwul." Widi ist Polizist, und für viele gehen Polizei und Homosexualität einfach nicht zusammen. Dabei pflegt der 31-Jährige durchaus bürgerliche Wertvorstellungen, mit der einen Ausnahme vielleicht, dass er in keiner fixen Partnerschaft lebt. Der Beamte im Kriminaldienst stammt aus dem 4000-Einwohner-Nest Trieben in der Steiermark. Schon als Jugendlicher verließ er die ländliche Enge - ohne eine Ahnung zu haben, was auf ihn zukommt. Dass er eines Tages uniformiert und bewaffnet Organmandate schreiben würde, war keineswegs geplant.

Ursprünglich wollte Widi nämlich Einzelhandelskaufmann werden. Mit 15 kommt er 1991 nach Wien und macht eine Lehre an der Julius-Meinl-Berufsschule. Er fühlt sich zu Männern


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