Stadtrand

Betontreten

Stadtleben | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Gerade hat man sich noch virtuell an jene Praterbäume gekettet, die zu nah beim Ernst-Happel-Stadion wuchsen und deshalb aus Sicherheitsgründen dem Europäischen Fußballverband geopfert werden mussten, schon ist das Stadionumfeld Euro-fein. Die Bäume halten ausreichend Sicherheitsabstand, Autos und Busse ebenfalls. Ganz besonders hübsch sind die Panzersperren rund um die Sportarena. Aus naheliegenden Gründen hat man sich entschieden, ihnen die Form von Fußbällen zu geben, Herzchen wären ja albern gewesen. Fußbälle also, und zwar in der altmodischen Version aus hellen und dunklen Fünf- und Sechsecken, die man auf dem Rasen längst nicht mehr sieht, aber die immer noch in den Köpfen als Idealvorstellung vorhanden ist. Etwas zu groß geratene Betonbälle sind keine Idealvorstellung, klingelt's? Genau, bei der WM in Berlin verursachten Scherzbolde mit Fußbällen aus Beton in der Fanzone die eine oder andere Beinverletzung. Ausgesprochen intelligent, jetzt in Wien beim Stadion die Fans zum Betontreten einzuladen. Sanitäter, kühlt schon mal die Eisbeutel vor! C. W.


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