Perverse und der Sport


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Der Fall Max Mosley ist eine Orgie der Scheinheiligkeit. Der angeblich Schuldige ist das Opfer.

Unsere Politik ruht in Harmonie. Kdolsky und Buchinger schmusen im Raucherzimmer. Besonders alarmierend: Von den Friedensaposteln Pröll und Faymann hört man rein gar nichts mehr. Vorbei ist der journalistische Volkssport der letzten Woche: Koalitionswatschen. Er kommt wieder, keine Frage. Wir aber können uns derweil anderen sportlichen Dingen zuwenden. Ich denke dabei nicht in erster Linie an die Schiedsrichterfrage in der Bundesliga, obwohl dort Hoffnung aufkeimt: Eine Frau gab in der zweiten Liga ein überzeugendes Debüt. Ich denke auch nicht an die olympische Flamme, die das Gratisblatt Heute zur poetischen Schlagzeile inspirierte: "Olympisches Feuer in Paris verloschen!" Das war schön formuliert, denn die Fackel war nicht erloschen, sie wurde von einem Polizisten gelöscht. Aber auch wieder nicht ganz, es gab ja ein Reservefeuer, das für solche Fälle mitgeführt

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