Phantomschmerzen

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Ausland Finden die einstigen Untertanen der UdSSR zu einer pragmatischen Nachbarschaft mit Russland? Europas Zukunft hängt davon ab.

Zur allgemeinen Überraschung gab es auf dem Nato-Gipfel in Bukarest den größten Streit nicht mit den unbequemen Russen, die über die Erweiterung in Richtung Osten verärgert sind, sondern zwischen Nachbarn und Verbündeten. Die Fetzen flogen, weil Polen und andere osteuropäische Nato-Mitglieder Deutschen und Franzosen vorwarfen, dem Druck aus Moskau nachzugeben und die Interessen Osteuropas zu verraten. Zehn westeuropäische Regierungen blockierten trotz massiven Drucks aus Washington den von George W. Bush gewünschten Kandidatenstatus für die Ukraine und Georgien. Polen hätte die Sicherheit einer Ostgrenze mit einem Nato-Partner beschert, aber für Russland war sie ein rotes Tuch. Alle deutschen Außenpolitikexperten sind sich einig, dass man Russland nach dem Streit um den Kosovo nicht überfordern darf. Franzosen, Italiener und Spanier überzeugte


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