Exzentrische Visionäre

Politik | Robert Misik | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

WIRTSCHAFT Vor 125 Jahren stirbt Karl Marx. John Maynard Keynes und Joseph Schumpeter, die größten Ökonomen des 20. Jahrhunderts, werden geboren. Selbst im aktuellen Steuerstreit treten die Ideen der beiden Giganten gegeneinander an.

Es war ein stürmisches Frühjahr vor 125 Jahren. Nordostwind, fast Sturm, Schnee. Karl Marx, 64, saß in seinem Arbeitssessel, hatte eine Kehlkopfentzündung, Bronchitis, Schweißausbrüche, dann kam noch ein Lungenabszess hinzu. Gelegentlich steckte er seine Füße in ein warmes Senfbad und nahm ein Glas heiße Milch mit Rum zu sich. Am 14. März 1883 saß der Mann, der den Kapitalismus erforscht hatte, um ihn zu stürzen, auf seinem Lieblingssessel am Kamin seines Londoner Hauses, schlief ein und wachte nicht mehr auf.

Ziemlich zur gleichen Zeit wurden zwei Männer geboren, die den Kapitalismus erforschen wollten, um ihn zu retten - womöglich die beiden bedeutendsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Am 8. Februar erblickte Joseph Schumpeter im mährischen


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