Wienzeug

Politik | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Kampflos 1968, das gilt im Westen als Datum des Aufbruchs. In der Tschechoslowakei wird dieses Jahr mit der Niederschlagung des Prager Frühlings verbunden - und mit der Enttäuschung darüber, dass der Westen nicht half. Über diese "europäische Erfahrung" diskutieren Aktivisten von einst u. a. mit Barbara Coudenhove-Kalergi.

Mittwoch, 9. April, 18 Uhr 30 Uhr, Renner-Institut, 12., Khleslplatz 12.

Kampfblatt "Hinaus aus Wien mit dem Schuft!" Mit diesen Worten jagte Karl Kraus den erpresserischen Verleger Imre Békessy aus der Stadt. Statt sich mit ihm zu arrangieren, schrieb Kraus gegen den unsauberen Journalismus an. Doch vieles, was derPublizist zu Beginn des 20. Jahrhunderts beklagte, ist heute gang und gäbe. In der siebenten "Wiener Karl Kraus Vorlesung zur Kulturkritik" wird Falter-Chefredakteur Armin Thurnher darüber referieren und sich mit globalen und nationalen Trends bei Medien auseinandersetzen, vor allem mit der Frage von Qualitätsmedien.

Freitag, 11. April, 19 Uhr, Festsaal im Rathaus, 1., Lichtenfelsgasse 2.

Kampfzonen Schwarz-Blau ist fast schon vergessen - aber welche Auswirkungen hatte die rechts-konservative österreichische Wenderegierung auf die Kulturpolitik? 25 Autoren von der Philosophin Isolde Charim bis zu Kunsthalle-Kurator Thomas Mießgang versuchen in dem neuen Sammelband "Kampfzonen in Kunst und Medien", Antworten auf diese Frage zu finden. Anlässlich der Präsentation des im Löcker-Verlag erschienenen Sammelbands diskutieren Mitherausgeber Konrad Becker vom "World Information Institute", die Sozialwissenschaftlerin Araba Evelyn Johnston-Arthur, der Politologe Anton Pelinka und der Schriftsteller Franz Schuh. Moderation: Nina Horaczek (Falter).

Mittwoch, 16. April, 18.30 Uhr, Gartenbaukino, 1., Parkring 12.


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