Als der Stern sank

Medien | Christina Russmann | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

MAGAZINE Mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern zerstörte der linksliberale "Stern" vor 25 Jahren seine Glaubwürdigkeit. Eine ehemalige Redakteurin des Blattes erinnert sich an die größte Pleite des deutschen Journalismus und die interne Aufarbeitung.

Die Zeitschrift Stern mit Sitz in Hamburg, feinste Adresse: Wer hier Anfang der Achtzigerjahre in der Redaktion am Schreibtisch saß, genoss den Blick über die Außenalster und ihre weißen Segelboote darauf, er sah die Prachtvillen und wusste, er gehört zur journalistischen Elite. Der Stern verkaufte sich millionenfach, hatte die besten Schreiber unter Vertrag, die besten Fotografen, die besten Rechercheure.

Die besten Rechercheure? Na ja.

25. April 1983, 11 Uhr: Der Stern lädt zu einer internationalen Pressekonferenz. 200 Journalisten und Fernsehteams aus aller Welt erfahren die Sensation: Adolf Hitler schrieb Tagebücher, und der Rechercheur und Stern-Reporter Gerd Heidemann hat sie entdeckt! Diese Bücher, so schallt es aus den Mikrofonen


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