Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Kaum sind die "Dancing Stars" vom Parkett gestolpert, interessiert sich keine Sau mehr dafür, wer das Ding gewonnen hat. Wichtig für die Teilnehmer ist ohnehin nur, ob sie ihr Image aufpolieren und ihren Marktwert steigern konnten. Das kennt man ja von Formaten wie dem RTL-"Dschungel-Camp", bei dem C-Promis Würmer runterwürgen, um danach bei Autogrammstunden in Einkaufszentren ein bisschen Geld zu machen. In der ORF-Tanzsendung ist es diesmal vor allem zwei Typen gelungen, auf sich aufmerksam zu machen. Der alternde Schnulzenheini Waterloo wird nun wohl noch mehr Wirtshäuser unsicher machen, weil alle den selbsternannten Indianer aus dem Solarium sehen wollen - als ob Amerikas Ureinwohner nicht schon genug gelitten hätten. Und die Witzeschleuder Dorian Steidl wird sich künftig nicht mehr nur in unwürdigen Sendungen verbraten lassen müssen. Bisher moderierte der arme Mann die Pensionisten-Spielshow "Bingo" und plauderte als Barbara-Karlich-Karenzvertretung mit Versicherungsvertretern über ihr Liebesleben. Aber jetzt hat er die Chance: der neue Alfons Haider zu werden.


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