Der Fluch des TripHop

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

MUSIK Portishead hat elf Jahre Pause gemacht. Jetzt kehrt das Trio aus Bristol mit dem schwierigen, aber überwältigend schönen Album "Third" zurück.

Beth Gibbons gibt nach wie vor keine Interviews, doch sie scheint sich wohlzufühlen in ihrer Haut. Vergangene Woche stellte ihre Band Portishead das lange Zeit gar nicht mehr, derzeit aber umso gespannter erwartete dritte Album in München live vor. Ganz zu Beginn des Konzerts steht die öffentlichkeitsscheue Sängerin noch mit dem Rücken zum Publikum. Gibbons gibt kurz die Unnahbare, doch sie taut schnell auf, als sie bemerkt: Es sind zwar die alten Hits, die vom Publikum besonders frenetisch bejubelt werden, aber auch die neuen Stücke finden positive Aufnahme. Am Ende scherzt sie mit den Zusehern und hätte gern noch mehr parliert, nur: "I'm sorry, I don't speak German. Ick bin Beth Gibbons."

Der nächste Satz kommt unerwartet: Portishead sind zurück. Offiziell getrennt war das Trio nie, trotz einer - zauberhaften - Soloplatte von Gibbons


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