Der Singvogel

Kultur | Gerhard Stöger | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

MUSIK Chris Gelbmann veröffentlicht sein drittes Album. Majorlabels sind für den ehemaligen Universal-Manager eine aussterbende Spezies und MySpace-Stars Idioten.

Noch vor einigen Jahren pendelte Chris Gelbmann täglich aus der niederösterreichischen Hinterbrühl herein in die Stadt. Der 35-Jährige arbeitete beim Musikmulti Universal, wo er unter anderem den Karrierebeginn von Christina Stürmer betreute und das Comebackalbum von André Heller initiierte. Seit 2005 macht Gelbmann selbst hauptberuflich Musik, inzwischen ist er ins nördlichste Waldviertel auf einen Bauernhof gezogen.

"Oben in der Provinz empfinde ich sehr viel Wärme, ganz im Gegensatz zur Kaltschnäuzigkeit der Stadt", sagt er. "Ich schätze die Geradheit der Leute, die mich umgeben, und begrenzte Horizonte kann man viel schneller erweitern, als man glaubt." Ein Hippie auf den Spuren des Rock'-n-'Roll-Farmers Neil Young also? "Nein, das ist einfach meine Philosophie der absolut schlanken Unternehmensstrukturen. Ich versuche,


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