"Jetzt kommt der Onkel Horst"

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

LITERATUR In seinem hochgelobten Roman "Liebesbrand" versucht der deutsche Autor Feridun Zaimoglu eine Rettung der Liebe in Zeiten der Partnerschaft. Ein Gespräch über die Idiotie der Männer, die Reserviertheit der Frauen, die Hitze in Wien und den kühlen Charme von Kiel.

Feridun Zaimoglu sitzt beim Frühstück im Hotel Alpenrose, plaudert auf Türkisch mit dem Personal und ist entzückt, dass man in Österreich noch rauchen kann, genehmigt sich zahlreiche Frühstückszigaretten und muss das folgende Interview auch kurz zum Zigarettenholen unterbrechen. Die Veranstaltung in Feldkirch, zu der Zaimoglu - neben Michael Lentz und Wladimir Kaminer - vergangenes Wochenende geladen wurde, trug das Motto "In welcher Sprache träumen Sie?". Das sei auch die einzige Frage, ließen die Veranstalterinnen vor dem Interview wissen, die Herr Zaimoglu nicht mehr hören könne.

Der Autor, der 1964 im anatolischen Bolu auf die Welt kam und seit 37 Jahren in Deutschland lebt, hatte zunächst eine Karriere


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