In Kürze

Kultur | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Josef Mikl (1929-2008) In den Fünfzigerjahren sorgte der 1929 in Döbling geborene Maler dafür, dass die Abstraktion in Österreich in Schwung kam. Dazu gehörte die Mitgliedschaft im Art Club, in dem sich die international ausgerichtete Kunstszene traf. Zu einer Zeit, als der heimische Kunstmarkt noch darniederlag, schloss sich Mikl gemeinsam mit seinen Kollegen Wolfgang Hollegha, Markus Prachensky und Arnulf Rainer 1956 zur Künstlergruppe "Galerie St. Stephan" zusammen. Der Vertreter des Informel wurde 1964 und 1977 zur documenta nach Kassel eingeladen; 1968 vertrat er Österreich bei der Biennale in Venedig. Ab 1969 unterrichtete Mikl über dreißig Jahre lang als Professor an der Akademie der bildenden Künste. Der passionierte Zeichner entwarf zahlreiche Kirchenfenster, unter anderem in Salzburg und in Hiroshima. Seine größten Gemälde schuf er 1997 im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg. Josef Mikl ist am 29. März im Alter von 78 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Nichts peinlich


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