Vorwort

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Vorwort | Gerlinde Pölsler | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Neo-Stadträtin Elke Edlinger (SPÖ) musste ihre ersten Lektionen als Regiererin auf die harte Tour lernen. Sie hatte sich aber auch Unerhörtes erlaubt: Sie wollte den Bezirk Andritz auf das Frechste mit einer Horde von Sozialschmarotzern und gefährlichem Gesindel überfluten. Dabei hat doch Andritz nur 17.000 Einwohner, und Edlinger wollte gleich gezählte zwölf Punks auf einmal dort ansiedeln. Dass sie dafür ein allein stehendes Haus ohne Nachbarn ins Auge gefasst hatte, tat nichts zur Sache - eine Reihe Andritzer fühlten sich auf der Stelle belästigt. Edlinger hatte auch einen Anfängerfehler gemacht: Sie hatte zu früh gesagt, dass sie ein bestimmtes Haus avisiere - flugs fand sich jemand, der den Standort vorzeitig einer Zeitung verriet. Am selben Tag stand eine siebzigköpfige Abwehrfront. Ein Reflex, der sich in Graz ein ums andere Mal wiederholt: Ging es nun um eine neue Einrichtung von Pfarrer Wolfgang Pucher oder um ein Flüchtlingsheim, immer bildeten sich ganz schnell


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