Eyes Wide Shut

Politik | Gerlinde Pölsler | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

GERICHT Vergangene Woche startete der Prozess rund um den Tierpark Herberstein. Das Plädoyer von Staatsanwalt Winklhofer sollte auch für die Politik eine Warnung sein - aber hat diese aus der Affäre gelernt?

Alle Register zog der Anwalt von Andrea Herberstein, Peter Bartl, in seinem Eröffnungsplädoyer vergangenen Donnerstag: Erregen von Mitleid für seine Mandantin. Die Frage aufwerfen, ob man denn auf das touristische Leitprojekt Herberstein wirklich verzichten wolle. Den Gerichtsgutachter in ein schiefes Licht rücken, den Staatsanwalt der Präjudizierung zeihen - nichts ließ Bartl aus. "Andrea Herberstein war Opfer einer medialen Vernichtung und einer modernen Hexenjagd", so der Verteidiger über seine Mandantin, die sich wegen schweren Betrugs, grob fahrlässiger Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen und Abgabenhinterziehung verantworten muss. Auch sei Herberstein im Landtagswahlkampf des Jahres 2005 zum "Spielball der Politik" geworden. Und den Gerichtssachverständigen Fritz


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