Die Erotik des Verborgenen

Kultur | Thomas Wolkinger | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

LITERATUR In ihrem Reiseroman "Vergiss Ägypten" spürt Barbara Frischmuth erneut den feinen Zwischentönen in der Begegnung von Orient und Okzident nach. Ein Gespräch über Tausendundeine Nacht, die Grenzen der Toleranz und die Erotik der Kopftuchmädeln.

Das Ausseerland mag zwar, wie das die Werbung glauben machen will, im "Mittelpunkt Österreichs" liegen. In Wirklichkeit ist Altaussee ganz schön fernab vom Schuss. Vor allem wenn man wie Barbara Frischmuth, die hier 1941 geboren wurde, seit beinahe zehn Jahren auch wieder hier lebt, schreibt und das hiesige Literaturmuseum leitet, auf Bus und Bahn angewiesen ist. Fünf Stunden nach Wien - da müsse der Anlass schon wichtig sein, sagt sie.

Frischmuth führt trotzdem das genaue Gegenteil eines weltfernen Schriftstellerlebens. Sie hängt es nur nicht an die große Glocke. Immer wieder hat sie die Türkei oder Ägypten bereist, gerade eben drei Wochen als Stadtschreiberin in Istanbul verbracht oder bei den Rauriser Literaturtagen über türkische


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige