"Vergiss Ägypten"

Vom Leben im Transit

Kultur | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Es gibt da eine Reihe wunderbarer Déjà-lus, die sich bei der Lektüre von Barbara Frischmuths neuem als Reiseroman titulierten Buch "Vergiss Ägypten" auftun. Schon 1973, in ihrem ersten Roman "Das Verschwinden des Schattens in der Sonne", hat sich die Erzählerin, Studentin der Orientalistik, die mit der Autorin mehr als nur diese Gemeinsamkeit teilt, in eine andere Kultur aufgemacht und die Grenzen dessen ausgelotet, was sich in der Fremde so erfahren lässt. War es damals die Türkei, die Frischmuth selbst erstmals 1960 im Rahmen ihres Studiums bereist hatte, so hat es die Erzählerin Valerie Kutzer im neuen Buch nach Ägypten verschlagen. Auch dieses Land hat Frischmuth selbst mehrfach besucht, zuletzt 2006, im Zuge einer eigens für das Buch unternommenen Recherchereise, wie der Leser aus einer kurzen Dankesnotiz an eine unterstützende Fluglinie erfährt.

Auch wenn sich dadurch eine noch engere Verschränkung von Autorin und Ich-Erzählerin aufdrängt, erschöpft sich "Vergiss Ägypten"


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