Kunst Kurz

Grenzen, Spiegel und Konturen

Kultur | Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 15/08 vom 09.04.2008

Die Techniken zur Wahrung inwendiger Sauberkeit und Sicherheit sind längst raffinierter, als es die Rede von der "Festung Europa" nahelegen mag. Die Härte, mit welcher der von vornherein mit weniger an Glück Bedachte auf diese trifft, hat dabei freilich nichts an Schrecklichkeit verloren. Dementsprechend situiert der Kunstverein die zweite Ausstellung im "Land of Human Rights" "an der Grenze des Denkbaren". Hier gilt es, viel zu erzählen, wie etwa die Schicksale jener circa hundert Abgeschobenen, die Michael Blum in "Mein Land", dem ersten Künstlerbuch des prononciert linken Unrast-Verlags, stark komprimiert auf sonst leeren Seiten präsentiert, so dass die Herstellung eines größeren narrativen Zusammenhangs dem Leser übertragen bleibt. Nicht ganz so weit wie Blums Protagonisten sind jene Flüchtlinge gekommen, die noch in den Maghrebländern mit Hilfe deutscher Drohnen aufgespürt und aufgegriffen werden. Ursula Biemann hat dem in der Sahara organisierten Migrationsnetzwerk


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