Es tut doch gar nicht weh!

Politik | Kurt Langbein | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

ANALYSE Die Krankenkassen wollen sparen und nehmen die Ärzte ins Visier. Die befürchten Fließbandmedizin. Zu Unrecht, wie ein Blick auf reformfreudige Kassen und Mediziner zeigt.

Das einträchtige Bild ist man ja inzwischen wieder gewöhnt, wenn der ÖGB-Präsident und der Wirtschaftskammer-Chef gemeinsam auftreten. Doch Entschlossenheit und Ziele überraschten, als die beiden Schirmherren des Sozialversicherungssystems vergangene Woche der Regierung ihr Reformkonzept zum Gesundheitswesen übergaben: statt der über Jahrzehnte dominierenden Worthülsen vom "besten System", dessen pragmatisierte Elemente es zu erhalten gilt, eine klare Analyse und ebenso klare Reformschritte zur Sicherstellung der Finanzierbarkeit. Der Medizinbetrieb, so das 24-Seiten-Papier, hat die Grenzen seiner Finanzierbarkeit erreicht und ist unproduktiv organisiert. Ohne Gegenmaßnahmen würden alleine die Krankenkassen bis 2012 knapp drei Milliarden mehr ausgeben als einnehmen, noch größer wäre der Finanzbedarf


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