"Ich will! Ich will!"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

AMERIKA Der Konsumismus verdirbt den Charakter, zerstört die Demokratie und beschert uns Güter, die wir nicht brauchen. Ein Gespräch mit dem US-Politologen Benjamin Barber.

Benjamin Barber, 69, ist einer der einflussreichsten Politikwissenschaftler der USA. Barber ist seit seinem vor zwölf Jahren erschienenen Buch "Dschihad gegen McWorld" auch in Europa bestens bekannt. Er unterrichtet an der Universität Maryland. In seinem neuen Buch "Consumed" beklagt er, wie "der Markt Kinder verführt, Erwachsene infantilisiert und die Demokratie untergräbt". Kommenden Dienstag stellt Barber sein Buch in der Reihe "Genial dagegen" vor, einer Kooperation von Kreisky-Forum und Falter.

Falter: Was ist so schlecht am Konsumismus?

Benjamin Barber: Nichts ist schlecht am Einkaufen, nichts ist schlecht am Kapitalismus, nichts ist schlecht am Kommerz. Schlecht ist, wenn es nichts anderes als Shopping mehr gibt, wenn wir dauernd dem Kommerz ausgesetzt sind. Es ist nichts daran zu kritisieren, wenn die kommerzielle


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