Dawai, Ernst!

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

DIPLOMATIE Wie Ex-Innenminister Ernst Strasser die Freundschaft der Russen sucht und dabei für Irritation sorgt.

Als er vor vier Jahren seinen Abschied als Innenminister bekannt gab, versprach Ernst Strasser, sich in die "Privatwirtschaft" zurückzuziehen - seine Gegner atmeten auf. Sie kritisierten seine harte Asylpolitik, insbesondere als es um geflüchtete Tschetschenen ging. Deren Anwalt Georg Bürstmayr (ein Kritiker des Innenministers) war von Strasser einst ohne Beweise als Schlepper angezeigt worden.

Strasser heuerte beim Investmenthaus Capital Partners an, diente als Aufsichtsrat bei der Sicherheitsfirma Group 4. Im März gab das Medienunternehmen Moser Holding (Tiroler Tageszeitung) bekannt, dass Strasser den Konzern beraten und im Aufsichtsrat der Oberösterreichischen Rundschau sitzen werde.

Die Politik lässt Strasser aber nicht los. Da ist zum einen der U-Ausschuss des Nationalrats, der ihn wegen der Bürstmayr-Intrige vorladen will. Der "rot-weiß-rote" Ex-Innenminister hatte


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