"Krimis sind immer moralisch"

Kultur | Thomas Askan Vierich | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

CRIMINALE Warum lesen wir Krimis? Wie viel Gewalt braucht es? Und muss man anders schreiben, wenn man Frauen erreichen will, die den überwiegenden Teil der Krimileserschaft ausmachen? Der "Falter" bat mit Edith Kneifl, Thomas Raab und Stefan Slupetzky drei heimische Krimiautoren zum Gespräch.

Krimis galten lange Zeit als Trivialliteratur, populär waren sie trotzdem. Das Stigma des Minderwertigen hat die Kriminalliteratur mittlerweile ein wenig verloren, der ungeheure Boom, den die in zahlreiche Subgenres aufgesplitterte Gattung in den letzten Jahren erlebt hat, hat auch Österreich voll erfasst: Die Nachfrage nach Krimis steigt seit 2004 um jährlich 15 Prozent, und auch der Zuwachs an Autorinnen und Autoren ist beachtlich. Anlässlich der Criminale, dem größten deutschsprachigen Krimifestival, das heuer in Wien stattfindet, wo vom 16. bis zum 20. April über achtzig Veranstaltungen mit 220 Schriftstellern stattfinden, bat der Falter heimische Kräfte zu einem Roundtablegespräch, das


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