Wien-Krimi-Reader

Ein Himmel voller Doppler

Kultur | S. Fasthuber | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

Wien gibt eine dankbare Kulisse für Kriminalliteratur ab, es muss nicht einmal in die Kanalisation hinuntergehen. "Schöne Leich' in Wien" heißt ein Band mit Krimikurzgeschichten, in denen neben den Tätern und Opfern auch die Schauplätze der Stadt und das goldene Wiener Herz eine Hauptrolle spielen. Die "schöne Leich'" im Titel, die in authentischem Lokalkolorit eher als "schene" verbucht würde, lässt zu Recht vermuten: Das Buch ist keine austriakische Unternehmung. Der Grafit Verlag, in dem es erschienen ist, hat seinen Sitz im Ruhrgebiet, die Herausgeberin Angela Eßer lebt in Bayern. Die vertretenen Autoren teilen sich gleichmäßig auf Ösis und Piefkes auf, und mit Ernst Solèr hat sich immerhin ein Schweizer in den Band verirrt. Die Mischung aus Innen- und Außenansichten macht auch den Reiz der Unternehmung aus.

Die Storys führen durch alle 23 Wiener Gemeindebezirke, in der Leopoldstadt spielen gleich zwei. Der eine stammt von Ernst Hinterberger, der andere von Jürgen Kehrer,


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