Buch der Stunde

Geld und Glück

Kultur | Stefan Löffler | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

Vergessen Sie, was Sie über Ökonomie zu wissen glaubten. Denn die Ökonomen vergessen gerade, was sie über uns zu wissen glaubten", fordert Uwe Jean Heuser seine Leser gleich zu Beginn auf. Dass Menschen rationale Nutzenmaximierer seien und Märkte quasi von Natur aus funktionieren sollen, war vielen Ökonomen schon lange suspekt. In jüngster Zeit haben sich die führenden Forscher und Fakultäten daran gemacht, das Weltbild zu entrümpeln, das ihren Theorien zugrunde lag, um ihr Fach für Einsichten und Methoden aus Psychologie, Hirnforschung und Politikwissenschaft zu öffnen. Weil an den Unis aber vielfach noch die tradierte neoklassische Lehre herrscht, kommt das Buch des Wirtschaftsredakteurs der Zeit gerade recht.

"Humanomics" dokumentiert die Wiederentdeckung des Menschen in den Wirtschaftswissenschaften, analysiert aber auch, was das für Wirtschaftspolitik und Gemeinwesen bedeutet. Wenn Heuser mitunter ins Ungefähre abdriftet, liegt das vor allem daran, dass das Umdenken gerade


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