Ausstellung

Die Barfußmoderne von Tel Aviv

Kultur | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

Wörtlich übersetzt bedeutet der Name Tel Aviv so viel wie "Frühlingshügel". So hatte seinerseits der Schriftsteller Nahum Sokolov den Titel von Theodor Herzls Roman "Altneuland" - poetisch frei - ins Hebräische übersetzt. Das in den Sanddünen an der Küste Palästinas liegende Tel Aviv ist das gebaute Manifest des Zionismus. Die revitalisierte hebräische Sprache bildete den Sockel der neuen Nation, nun galt es auch einen identitätsstiftenden hebräischen Baustil zu etablieren, der sich von der arabischen Baukultur abhob. Das dafür notwendige Vokabular fand sich in dem von Architekten wie Le Corbusier propagierten "Neuen Bauen".

Die nach Palästina kommenden Architekten hatten in den kalten Städten Paris, Wien und Brüssel studiert und konnten nun die Manifeste einer schnörkellosen, rationalen Architektur einer heißen Umgebung anpassen. Nach dem städtebaulichen Masterplan des Schotten Patrick Geddes entstanden über 4000 Gebäude, vorwiegend im Zuge der großen Immigrationswellen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige