Le Wrong Man

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

FILM In "Très bien, merci" verhandelt Emmanuelle Cuau ganz nebenbei grundsätzliche Fragen des Rechtsstaats, der Arbeitswelt und des Alltags.

Ein Mann küsst seine noch schlafende Frau auf die Schulter, wünscht "einen schönen Tag, bis heute Abend!" und macht sich auf den Weg in die Arbeit. Nichts könnte routinierter, nichts alltäglicher sein als diese Szene, mit der "Très bien, merci" beginnt. Und doch beschleicht einen sofort ein ungutes Gefühl: Irgendetwas passt hier nicht - ungefähr so, als würde man im Lauf eines Tages plötzlich feststellen, "mit dem falschen Fuß aufgestanden" zu sein.

Alex hat tatsächlich keinen guten Tag. Zuerst halten ihn Kontrolleure in der Metro an, weil er sich eine Zigarette angezündet hat. Dann wird er, Buchhalter von Beruf, auf Landier angesetzt, seinen besten Freund, dessen leicht erhöhte Spesenabrechnung dem Personalchef einen willkommenen Vorwand für Landiers fristlose Kündigung liefern soll. Nach der Arbeit gehen die beiden einen trinken.


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