Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

Sex

Essen für Sex Heute widmen wir uns der kleinen Warenkunde, so helfen wir dem Frühling, sich auch libidomäßig bemerkbar zu machen. Es ist Zink. Zink ist der Geilmacher. Wir finden ihn in Erdbeeren, Chili, Austern, Ingwer, Knoblauch, Koriander, Nelken, Petersilie, Pfeffer, Schokolade, Sellerie. Ach ja, und Senf, der erhöht das Stehvermögen. Also nicht das allgemeine am Würstelstand, sondern das andere. Um es am Abend orgiastisch krachen zu lassen, reicht ein Wokgericht, in das man alles reinhaut, mit Austern als Opener und Schokolade und Erdbeeren zur Nachspeise. Ich habe auch einen Tipp, wenn es eine altersmäßig ungleiche Paarung betrifft: Fenchel macht ältere Männer scharf, bei Überdosierung führt er allerdings zu Halluzinationen. Wer mal jemanden im Fencheldelirium beruhigen musste, weiß, wovon ich spreche. Kaffee macht übrigens nach einem kurzen Koffeinkick auf der Langstrecke müde, ebenso Innereien. Die Kuttelwurst als Ladykiller ist daher nirgends erwähnt.

Heidi List

Fussball

Das Match Wir unterbrechen den Fußballsprachkurs für eine aktuelle Matchanalyse: Seit vergangenem Freitag läuft auf ORF1 die Doku-Soap "Das Match". Zwanzig Promis absolvieren unter Hans Krankl ein einwöchiges Trainingslager. Die Kurzporträts, in denen die Teilnehmer vorgestellt wurden, waren zum Teil erstaunlich schlampig recherchiert: Ex-Riesentorlaufass Christian Mayer wurde als "Abfahrer" angepriesen, Ex-Bundesligakicker Volker Piesczek als "Landesligaspieler". Jeden Abend werden drei Spieler nominiert, von denen einer rausmuss. Zum Auftakt stand auch Schriftsteller Franzobel auf der Abschussliste - er hatte technische Mängel offenbart. (Dass er von der Kamera beim Tschiken erwischt wurde, hat wohl auch keine Gutpunkte gebracht.) Leider nicht nominiert werden können Adi & Edi - die sind nur als Pausenclowns dabei. Findet die eigentlich irgendjemand komisch?

Wolfgang Kralicek


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