"Politiker, sei auf der Hut!"

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

FREIKARTEN 3600 Tickets für die Euro sind für österreichische Politiker reserviert. Transparency-Chef Franz Fiedler findet: viel zu viel.

Für den gemeinen Fußballfan ist der EM-Zug abgefahren. Abgesehen von Tombolagewinnen sind die Tickets ausverkauft. Politikern hingegen steht ein Kontingent von 3600 Karten zur Verfügung - 570 davon gratis. Franz Fiedler, früher Rechnungshofpräsident und heute Österreich-Vorsitzender der Anti-Korruptions-NGO Transparency International, über Politikerkarten und den schmalen Grat zwischen unverbindlicher Geschenkannahme und Korruption.

Falter: Herr Fiedler, nehmen wir an, ein Konzernmanager bietet einem hohen Wiener Kommunalpolitiker eine EM-Karte als Geschenk an. Darf er sie annehmen?

Franz Fiedler: Wenn diese Firma in geschäftlicher Verbindung mit der Gemeinde Wien steht, sollte er die Finger davon lassen. Das ist zwar nicht strafrechtlich relevant - aber von der Optik her ganz und gar nicht schön.

Gibt es eine Grenze, ab der eine solche Geschenkannahme


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