Ein Platz für alle

Stefan Apfl | Stadtleben | aus FALTER 16/08 vom 16.04.2008

ISLAM In der Wiener Donaustadt wurde erstmals ein Platz in Österreich nach einem Muslim benannt - nach einem "heimischen".

Käme ein ahnungsloser Anrainer gerade hier vorbei, er könnte glauben, im 22. Wiener Gemeindebezirk wird ein Platz eingeweiht. Weit gefehlt. "Dies ist ein historischer Moment für die ganze Europäische Union", sagt der Eröffnungsredner Omar Al-Rawi. Menschen aus vieler Herren Länder sind gekommen, um einander die Hände zu reichen, während die Sonne an diesem Montagvormittag vom wolkenlosen Himmel scheint. Politiker und Diplomaten, Künstler und Kinder, Pakistani und Inder, und auch ein paar Österreicher haben sich unter das von Vollbärten und Kopftüchern bestimmte Bild gemischt. Die Kapelle der Garde spielt dazu Musik.

Es ist nicht irgendein Platz, sondern der vor den Vereinten Nationen in Wien-Donaustadt, auf dem sich gerade die Nationen vereinen. Und es ist nicht irgendein Name, den dieser Platz fortan tragen wird, der Muhammad-Asad-Platz wird der erste in

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